Rund 25 Teilnehmer wurden beim Kurs „Kleben im Holzbau“, am 12.-13. September in Innsbruck und am 19.-20. September 2024 in Graz, in Theorie und Praxis von Klebearbeiten zur Herstellung tragender Klebeverbindungen geschult. Die Kooperationskurse „Kleben im Holzbau“ werden von der Holzforschung Austria in Kooperation mit Holzbau Austria und gemeinsam mit den Veranstaltungspartnern FH Salzburg / Holztechnikum Kuchl, Universität Innsbruck und Technische Universität Graz / Holz.Bau Forschungs GmbH durchgeführt und gelten als Nachweis für die in der ÖNORM B 1995-1-1 geforderten Personalschulung.
Die Experten der Holzforschung Austria, DI Franz Neumüller und Dipl.-Ing. Andreas Foller, referierten über die rechtlichen und normativen Grundlagen der Herstellung von Bauprodukten sowie die verklebungstechnischen Herstellungsanforderungen und Bemessung von geklebten Verbundbauteilen, Holz-Stahl-Verbindungen sowie aufgeklebten Verstärkungen. Zusätzlich wurde umfassend auf die Qualitätssicherung und Prüfung der Verklebungsfunktionalität eingegangen.
Ergänzt wurde das Programm am Vormittag des zweiten Tages durch Vorträge der jeweiligen Veranstaltungspartner, die die Kursthemen mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zur Bemessung und Ausführung ergänzten sowie neue Entwicklungen präsentierten.
Der Nachmittag des zweiten Tages stand ganz im Zeichen der Praxis. Beim Herzstück des Kurses durften sich die Teilnehmer unter Anleitung von Martin Kabelka (Holzforschung Austria) bei der Durchführung von Klebearbeiten beweisen. Dabei wurden sowohl die Vorbereitung des Bauteils, wichtige Sicherheitsmaßnahmen rund um das Kleben und schließlich der Vorgang selbst, durch Einkleben von Stahlbauteilen und Aufkleben von Verstärkungen, eingeübt.
Beim Abschluss-Feedback waren sich Teilnehmer und Veranstalter über die Qualität der Kooperationskurse „Kleben im Holzbau“ einig. Besonders der Praxisteil wurde hervorgehoben.
